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Donnerstag, 27 Juli 2017 15:17

Neue Veröffentlichung von Alexander Schlösser

Der Beitrag "The Effects of Economic Policy Uncertainty on European Economies: Evidence from a TVP-FAVAR"  von Alexander Schlösser (gemeinsam mit Jan Prüser) wurde in der Reihe Ruhr Economic Papers (Nr. 708) veröffentlicht.

Zusammenfassung

Jüngste Ereignisse wie die Finanz- und Staatsschuldenkrise in Europa gingen mit einem Anstieg der wirtschaftspolitischen Unsicherheit (EPU) einher. Um die Effekte von EPU auf neun makroökonomische Variablen für elf Länder der Europäischen Währungsunion zu quantifizieren, verwenden wir ein TVP-FAVAR Modell mit hierarchischen Prioren. Unsere Studie zeigt erstens, dass EPU über verschiedene Kanäle, wie dem realen Options-, dem vorsorglichen Spar- und dem Finanzkanal, übertragen wird. Zweitens, basierend auf den Impuls-Antwort-Folgen (IAF) können wir zwischen den GIIPS-Ländern und den nördlichen Ländern unterscheiden, wobei erstgenannte stärker von EPU-Schocks beeinflusst werden. Drittens, während sich die IAF für acht Variablen lediglich in der Stärke und nicht im Vorzeichen unterscheiden, gibt es in jenen der langfristigen Zinsen auf Staatsanleihen Unterschiede im Vorzeichen. Viertens zeigt unsere Studie, dass Investoren stärker auf EPU-Schocks reagieren als Konsumenten. Fünftens, wir zeigen, dass EPU die gemeinsame europäische Geldpolitik beeinflusst. Sechstens liefert unsere Studie empirische Belege dafür, dass der Transmissionsmechanismus von EPU-Schocks über die Zeit konstant ist. Schlussendlich geht aus unserer Studie hervor, dass der Anstieg von EPU teilweise durch die aktuelle wirtschaftliche Lage der europäischen Volkswirtschaften erklärt werden kann, weshalb EPU als endogene Variable behandelt werden sollte.